Hills of Saignon Frankreich

Hills of Saignon Frankreich der Provence

Mittelalterliche Ruinen, Lavendelfelder und französische Urgesteine...
Das Bergdorf Saignon in der Vaucluse ist die perfekte Kulisse für Hobbymaler.

Die Häuser drängen sich dicht aneinander. Sie hängen hoch oben am Felsen wie ein Nest auf einem Bergvorsprung. Saignon leuchtet ockerfarben im Morgenlicht. Ein kleiner Ort mitten in der Gebirgslandschaft des Großen Lubéron, im gleichnamigen Naturpark in der Provence im Süden Frankreichs. Während sich je 50 Kilometer weiter in Avignon und Aix-en-Provence die Touristen tummeln, geht es hier in der Vaucluse beschaulich zu.

Saignon hat sich seine dörfliche Ursprünglichkeit weitgehend bewahrt.

Anders als in manchen Dörfern in der Provence wird das Bild hier nicht durch viele selten genutzte Zweitwohnungen bestimmt. Hier trifft man auf Urgesteine wie den betagten Monsieur, der jeden Tag aufs Neue Tisch und Stuhl auf die Straße stellt und dort in aller Öffentlichkeit seelenruhig Zeitung liest.
Borie im Lavendelfeld

Borie im Lavendelfeld, als Borie wird eine hauptsächlich in der Provence in Südfrankreich anzutreffende, Bauform von Gebäuden im ruralen Bereich bezeichnet.

In Form einer runden Bienenkorbhütte oder eines Kirchenschiffes, mit einer Tür und einer oder mehreren Fensterluken ausgestattet, kann die Konstruktion eine Höhe von mehreren Metern erreichen.

Die größeren Bauten aus Trockenmauerwerk, die man in der Gegend von Gordes als Heustadel oder die Schafställe findet, haben die Form von Kirchenschiffen. Durch ihr größeres Innenvolumen sind sie geeigneter, Vorräte zu lagern oder Tiere unterzubringen. Die Mauern sind auch hier so errichtet, dass ihr Schwerpunkt innerhalb der Auflagefläche bleibt. Lange Platten oder Verbindungssteine sind in die Mauer verkeilt und schaffen über den gesamten Querschnitt eine solide Einheit.

An der Straße, die von Gordes nach Sénanque hin ansteigt, findet man ein Bauwerk in der Form eines Halbschiffs, das diese Technik demonstriert: Der obere Teil der rechten Mauer zeigt deutlich die Technik des „clé verticale“, nämlich immer zwei Verbindungssteine, die auf derselben Seite das Ende eines Verbindungssteins der anderen Seite einschließen.

Man sieht auch die Decke aus großen Platten, die beide Außenmauern überspannt, außerdem die Neigung der seitlichen Steinplatten, um das Eindringen von Regenwasser zu verhindern.